Was haben die Menschen in Afghanistan und Israel 
                                        gemeinsam?

Normalerweise wird man jetzt antworten, dass sich beide Völker nach Frieden sehnen und Krieg und weiteres Blutvergießen leid sind. Nehmen wir dazu noch die Menschen in Indien und Pakistan, die sich alle paar Monate mal wieder am Rand eines Atomkrieges sehen, dann bleibt die Antwort die gleiche.

Und doch gibt es eine noch viel wichtigere Parallele. Bei der Zerschlagung der Taliban haben wir oft von den Stammesältesten in Afghanistan gelesen. Was sind denn das für Stämme?

In der Bibel lesen wir vom 13. Stamm der Juden, den auch Jesus gesucht hat.

Wohin führte denn der zweite Exodus, als die Juden aus Ägypten flohen? Warum brauchten sie 40 Jahre, um eine Wegstrecke von etwa 1000 Kilometern zu schaffen? Und war dann das karge Gebiet in Israel wirklich das Land, wo Milch und Honig fließen?

Eine weitere Frage drängt sich auf, warum dann später der Messias Jesus Christus nicht König oder Prophet der Juden wurde, sondern der Begründer einer neuen Religion, die über viele Jahrhunderte das Judentum diskriminierte und unterdrückte.

Aber wer war dann Jesus überhaupt? Was wissen wir von ihm? Über seine Geburt erfahren wir bei Lukas die lyrische Weihnachtsgeschichte, bei Matthäus etwas über Jesu Vorfahren, bei Markus viel Pathos und bei Johannes nichts. Dann finden wir über das weitere Leben Jesu nur noch bei Lukas den Hinweis, dass er mit 12 Jahren heimlich im Tempel war. Die anderen drei Evangelisten schweigen sich aus. Erst die letzten Wochen und Monate sind im Neuen Testament nachzulesen, mit dem Schwerpunkt auf von ihm Gesagtes – allerdings voller Widersprüche.

Über das Ende Jesu wird es bei Lukas wieder lyrisch mit einer gesegneten Himmelfahrt. Matthäus berichtet von Jesu Auftrag, das Evangelium über die ganze Erde zu tragen. Markus lässt Jesus auch in den Himmel aufsteigen, und Johannes hat alle Hände voll zu tun, um der Leserschaft weiszumachen, wer der Verfasser seines Evangeliums ist.

Der einfache Fischer Petrus, der weder lesen noch schreiben kann, fährt nach Rom und wird der erste Papst, obwohl dort die Christenverfolgungen im Gange sind und die Römer sowieso einen Zorn auf die Juden haben.

Der verkrüppelte Frauenhasser Paulus fährt ohne Vorbildung über die Meere und gründet an vielen Orten am Mittelmeer Missionsorte.

Das ist die stümperhafte Geschichte, die uns seit Jahrhunderten eingetrichtert wird. Und auf diese wackeligen Beine gründen sich Weltreligionen.

Dabei könnte alles so einfach sein, denn es gibt genügend Berichte über Jesu Kindheit. Die darüber geschriebenen Evangelien zeigen uns den Menschen Jesus als gebildetes Kind. Aber die Bibel hat diese Kindheitsevangelien aus ihrem Kodex verbannt. Sie lesen sich teilweise spannender, als die anderen Berichte über das Phänomen Jesus.

Nach der Kreuzigung wurde Jesus einige Male gesehen. So berichtet es die Bibel. Warum hat die Kirche dann ein Problem damit, dass Jesus seine Kreuzigung überlebt hat?

 

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Hartmut Rißmann Krimis