Dem Juden David Gorzek wurde seine große Liebe Rachel Minda im KZ Bergen-Belsen genommen. Er überlebte die Qualen und Strapazen. Nach und nach machte er die Personen ausfindig, die er für die
Mörder seiner Rachel hält. Aber mit den Jahren sterben die meisten von ihnen. Als 1980 nur noch wenige am Leben sind, muss er schnell handeln. Er sucht ein geeignetes Haus und lockt den Besitzer geschickt nach Hamburg. Der erste Teil ist geschafft. Gorzek hat den Tatort für seine Rache eine ganze Nacht für sich. Abends erscheinen nacheinander vier Herren. Alle haben eine Einladung von einem angeblichen Baron erhalten. Jeder der
Männer wurde über seine Leidenschaft geködert: Das Sammeln von Briefmarken, Münzen, Schmetterlingen oder klassischer Musik. Sehr schnell stellen die Männer fest, dass sie in eine Falle geraten sind. Weil plötzlich die Haustür
verschlossen ist und sie die Fenster nicht öffnen können, macht sich die erste Panik breit. Gorzeks Anklagen kommen von einem Tonband. Er beschuldigt die Männer nach und nach ihrer Untaten. Außerdem erwähnt er, dass eine der
Anschuldigungen falsch ist, weil er sich selbst unter die Männer gemischt hat und alle drei Täter umbringen will. Das Spiel beginnt. Es wird dunkel im Raum. Nachdem einer der Männer den Schalter gefunden hat,
stellen sie gemeinsam fest, dass es schon die erste Leiche gibt. Die verbliebenen drei Männer hoffen, dass nichts geschehen kann, wenn sie alle still an einem Tisch sitzen bleiben. Aber das ist ein Irrtum, denn Gorzek gelingt es
trotzdem, das Licht abermals verlöschen zu lassen. Dieses Mal dauert das Suchen nach dem Lichtschalter länger. Schuld, Sühne und Hass lassen immer mehr Streitigkeiten aufkommen. Dazu kommt die Musik, denn Gorzek hat dafür gesorgt,
dass reichlich LPs im Schrank sind – und nicht jeder mag Beethoven. Daneben findet sich eine Single von Katja Ebstein Inch Allah. Darin singt sie, von Israel: ...ist jeder Stein, auf den man tritt, bezahlt mit Blut...

Die Klagemauer in der Gedenkstätte Bergen-Belsen
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