1977: Deutscher Herbst
Die Schleyer Entführung erregt und entsetzt die Republik. Eingebettet in den minutiösen Bericht des blutigen Terrors, wird die Geschichte des Nuklearforschers Fritz Herzig erzählt.
Dieser kann nicht länger mit dem Wissen um die Gefährlichkeit der Kernkraftwerke im Osten leben und will aus der DDR fliehen, um die West-Behörden zu warnen. Zusammen mit seinem Bruder Heinz, der in Braunschweig lebt, schmiedet er einen
raffinierten Fluchtplan. Als Fluchthelfer fungiert der Braunschweiger Zeitungsreporter Hermann Abwarner, der als DDR-Agent seinen Führungsoffizier darüber informiert, so dass die DDR-Behörden jeden Schritt der geplanten Flucht kennen. Als Heinz Herzig bei dem Fälscher Aumacke den Reisepass mit dem gefälschten Visum abholen will, findet er diesen ermordet im Atelier. Während Heinz von der Kripo wegen Mordes am Fälscher gesucht wird, bekommt Fritz
Herzig den gefälschten Pass vom Zeitungsreporter und kann auf den Namen seines Bruders in den Westen reisen. Der ganze Fluchtplan hat viele Fehler. Nur durch die Mithilfe der DDR-Behörden gelangt Fritz Herzig nach Braunschweig.
Dort ist er völlig hilflos und ohne Westgeld in einer fremden Stadt. Da er keine Bleibe hat, landet er zunächst im Rotlichtmilieu und dann bei Obdachlosen. Angeregt durch die Entführung von Hanns Martin Schleyer und die Flugzeugentführung der Landshut, bringt der
total enttäuschte DDR-Flüchtling ein kleines Mädchen in seine Gewalt...
Dann meldet er sich bei der Polizei.
In Braunschweig sucht Fritz Herzig ein
Gespräch mit einem westdeutschen Nuklearforscher und ist natürlich enttäuscht, weil er sich viel mehr erhoffte.
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